Alternative Einkommensarten

Die Bereitstellung von wirtschaftlichen Alternativen für diejenigen, die auf die Fischerei von Haien angewiesen sind.

Photo Credit: Mary O'Malley
Alternative Einkommensarten

Übersetzung: Petra Acksel

Die Erschließung alternativer Erwerbsquellen für kleinere Fischereien kann nicht nur den sozio-ökonomischen Stand von Küstengemeinden verbessern, sondern schwächt gleichzeitig den Druck auf den Fischbestand ab.

Die Bereitstellung von alternativen Erwerbsquellen für diejenigen Gemeindemitglieder, deren Einkommen von der Haifischerei abhängig ist, macht demnach einen wesentlichen Bestandteil für eine erfolgreiche Gründung eines Hai-Schutzgebietes aus.

Shark Savers arbeitet deswegen eng mit lokalen Partnern zusammen, um eine Vorlage zu entwickeln, die eine Reihe von nachhaltigen Einkommensalternativen für Hai- und Rochenfischer bereitstellt. Neue Beschäftigungsmöglichkeiten sollen weiterhin den gesamten Gemeinden zugänglich gemacht werden um somit auch den Kindern vor Ort eine bessere Zukunft zu ermöglicht.

Umweltfreundlicher Tauchtourismus

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Laut der International Ecotourism Society (TIES) ist die Tourismusbranche der weltweit größte Wirtschaftssektor und die zweitwichtigste Devisenquelle der 40 ärmsten Länder der Welt. Der Ökotourismus wächst stetig um 20 bis 34 % pro Jahr.

Tauchtourismus ist dabei ein spezieller Sektor, der der globalen Gemeinschaft neue Wirtschafts- und Geschäftsmöglichkeiten eröffnet hat und somit den lokalen Gemeinden einen Anreiz gibt, ihre Meeresgebiete zu schützen. Haie sind für viele Taucher die größte Attraktion.

Es hat sich erwiesen, dass ein Hai während seiner gesamten Lebenszeit Millionen von Dollar wert ist und vielen Ländern jährlich Zig-Millionen Dollar einbringt, einschließlich den Malediven, Palau, Australien, den Bahamas, Südafrika, den  Fidschis, Honduras, Mosambik, Belize, den Galapagos-Inseln, Mexiko, den Philippinen und vielen mehr.

Nachhaltige Meereskultur

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Shark Savers arbeitet eng mit regionalen Gemeinden zusammen, um verschiedenen Organisationen, Entscheidungsträgern und auch der Regierung vor Ort wichtiges Material zur Verfügung zu stellen, das den Vergleich der verschiedenen Möglichkeiten erleichtern soll.

Ziel ist es, für alle Gemeindemitglieder in den jeweiligen Regionen die brauchbarste und nachhaltigste Einkommensalternative zu finden. Spenden und Mikro-Kredite unterstützen demnach verschiedenste lokale Initiativen wie

  • das Ernten von Schwämmen und anderen Meeresorganismen für die Belieferung der Pharmaindustrie
  • Anbau von Seegurken für die Belieferung des asiatischen Marktes und somit Unterstützung bei der Wiederherstellung von bereits dezimierten Wildpopulationen in Schutzgebieten
  • herkömmliches Angeln von gelben Thunfisch und anderen Arten, die nicht gefährdet sind
  • Anbau von Meeresalgen für agar- und carragenanhaltige Produkte